Was blüht in Österreich?

Weltenbummler Obst & Gemüse – wir sind weit gereist!

Heutzutage werden jährlich etliche Tonnen Obst und Gemüse importiert. Die Konsumenten profitieren dabei von dem Luxus zu jeder Jahreszeit ein breitgefächertes Angebot an frischen Obst und Gemüse zu haben. Laut Statistik Austria wurden im Jahr 2010/2011 ca. 130.700 Tonnen Bananen, 25.000 Tonnen Ananas und 51.000 Tonnen Orangen nach Österreich eingeführt.

Orange ZitroneAllerdings bringen importierte Früchte und Gemüse auch einige Nachteile mit sich, die meist von den Konsumenten nicht bedacht werden. Zum einen haben die meisten Nahrungsmittel mehrere tausend Kilometer hinter sich, bevor sie bei uns im Supermarktregal zum Verkauf stehen. Zum anderen müssen die Lebensmittel für den Transportweg haltbar gemacht werden, weshalb Chemikalien verwendet werden. Ein weiterer Punkt ist, dass das Obst und Gemüse aufgrund des langen Transports bereits halbreif geerntet wird, wodurch der Geschmack nachteilig beeinträchtigt wird.

Viele Menschen legen Wert auf Nachhaltigkeit und regionale Produkte und bevorzugen es auf importierte Nahrungsmittel zu verzichten. Wenn man sich für diesen Lebensstil entscheidet, wird man nach einigen Wochen feststellen, dass bestimmtes Obst und Gemüse zu keiner Jahreszeit in Österreich angebaut wird oder dieses nur sehr schwer in den Supermärkten zu finden ist. Um sich also von regionalen Lebensmitteln zu ernähren, muss man auf einige Obst- und Gemüsesorten verzichten.

Zu den “verbotenen Obstsorten” zählen Bananen, Grapefruits, Orangen, Mandarinen, Zitronen, Passionsfrüchte und die Sternenfrucht. Auch die beliebten Kiwis, Mangos sowie Papayas gehören zu den Importprodukten.  Beim Gemüse muss man auf Sojasprossen und Bambussprossen verzichten. Auch das Angebot an Nüssen, worunter beispielsweise Kokosnüsse, Erdnüsse, Mandeln und Paranüsse fallen, ist begrenzt.

Wenn man sich also dafür entscheidet, heimische Produkte zu bevorzugen und auf exotische Früchte und Nüsse verzichtet, ist das Obst und Gemüse Angebot in Österreich allerdings mehr als ausreichend. Zudem schont man die Umwelt und unterstützt die regionale Wirtschaft.

Saisonkalender für Obst und Gemüse – 
das hat Österreich zu bieten

Auch wenn man – wie zuvor erwähnt – auf so manche „ausländische Köstlichkeiten“ verzichten muss, so bietet Österreich über das Jahr verteilt eine Fülle von unterschiedlichsten Obst- und Gemüsesorten, um einen abwechslungsreichen Speiseplan auf die Füße zu stellen.

Fast über das ganze Jahr verteilt sind Erdäpfel und Karotten erhältlich. Beim Obst liefern Äpfel das ganze Jahr über den notwendigen Vitaminkick.

Im Jänner haben zusätzlich noch Artischocken, Chinakohl, Kohlsprossen und Kohl Saison. An der Obst-Front sieht es um diese Jahreszeit leider noch etwas mager aus: Einzig die zuvor erwähnten Äpfel sind erhältlich. Dies ändert sich leider auch erst im Mai, wenn die ersten heimischen Obstsorten Saison haben.

KresseDer Vogerlsalat lässt von März bis April die Herzen der Salatliebhaber höher schlagen.

Rechtzeitig zum Start unseres „Iss Österreichisch“ Projektes sind im April endlich wieder viele Gemüsesorten wie beispielsweise Gurken, Kopfsalat, Radieschen, Rhababer, und Spinat erhältlich. Auch der schmackhafte Spargel darf von April bis Juni in keinem Haushalt fehlen.

Im Mai blüht Österreich richtig auf: die ersten Erdbeeren sind auf den Feldern gereift und sorgen gemeinsam mit den Kirschen für Abwechslung im Obstkorb. Frische Holundersäfte lassen sich aus den nun reifen Holunderblüten zaubern.

SalatGemüsesorten wie Eisberg- und Endiviensalat, Karotten, Karfiol, Kohlrabi, Rucola, Zucchini und Zwiebel sind meist von Mai bis September von österreichischen Bauern erhältlich.

Die meisten restlichen heimisch angebauten Gemüsesorten wie Auberginen, Bohnen, Broccoli, Erbsen, Fenchel, Fisolen, Lauch, Tomaten, Paprika und Rote Rüben  sind dann vom Feld ab Juni/Juli reif.

Heidelbeeren, Himbeeren, Marillen, Pfirsiche und Ribisel kann man im Juni frisch pflücken, im Juli gesellen sich noch Nektarinen hinzu.

Weintrauben, Birnen und Brombeeren sind Spätzünder und eher herbstliche Obstsorten. Sie sind frisch zwischen August und Oktober/November erhältlich.

Beachtet man diesen saisonalem Kalender so kann frisch und abwechslungsreich österreichisches Obst und Gemüse eingekauft werden!

Tut mir leid – importiert

Aber auch nach ausführlicher Recherche und der Suche in Supermärkten und Hofläden findet man manchen Produkte österreichischer Herkunft leider nicht. Nicht alle Lebensmittel können schließlich in Österreich kultiviert werden bzw. ist die Nachfrage oft zu gering, als dass sich Anbieter dafür entscheiden, Produkte in Österreich zu kultivieren (so oft die Erklärung). Wie auch immer, auf bestimmte Produkte muss man verzichten, wenn man ausschließlich Produkte österreichischer Herkunft konsumiert.

In folgender Aufzählung sind Produkte welche uns persönlich aufgefallen sind, die wir österreichischer Herkunft bis jetzt nicht finden konnten bzw. die Inhaltsstoffe verwenden, die nicht aus Österreich stammen. Diese Liste ist mit Sicherheit nicht vollständig und falls das eine oder andere Produkt doch aus Österreich zu haben ist, sind wir für Hinweise und Tipps sehr dankbar!

  • KaffeeGewürze
  • Kakaobohne (und somit Schokolade u.ä.)
  • Gewürze
    • süßer Paprika
    • Zimt
    • Vanille
    • Pfeffer uvm.
  • Zitronensäure
  • Rosinen (Ines liebt Rosinen und zum Frühstück im Müsli oder im Griesschmarrn fehlen die einfach!)
  • Tostbrot
  • fertiger Blätterteig bzw. Strudelteig (selbst machen ist natürlich immer die bessere Alternative)
  • Backtriebmittel

Das Thema Backtriebmittel ist ein Thema für sich, was wir zu Beginn nicht bedacht haben. Nachdem wir das Projekt auch alltagstauglich gestalten wollen, will man ab und zu vielleicht auch einen Kuchen oder Gebäck anderer Art backen – aber welches Backtriebmittel ist österreichischer Herkunft? Wir haben viel recherchiert und hinterfragt, sind jedoch zu dem Entschluss gekommen, dass 100% Österreich in diesem Fall scheinbar nicht möglich ist. Deshalb haben wir uns dazu entschlossen auf Produkte der Fa. Haas zurück zugreifen, da dieses Unternehmen nach wie vor in Österreich (Traun) produziert und vorzugsweise Inhaltsstoffe (wie Maisstärke und Zucker) für ihre Produkte aus der Region bezieht!

 

Ines

Author: Ines

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